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德语DSH模拟试卷

2014-03-31 11:47           分享到:

 

Studienkollg bei den wissenschaftlichen Hochschulen des Freistaates Bayern

Feststellungspruefung Sommersemester 1990

Deutsch Textwiedergabe Kurs G

SIE ziehung statt ER ziehung

Frueher fand in Deutschland die hoehere Schulbildung fuer Jungen und Maedchen an getrennten Schulen statt:es gab Jungengymnasien und Maedchengymnasien.Seit rund 20 Jahren hat sich nun die Koedukation,d.h. die gemeisame Unterrichtung von Jungen und Maedchen in der Bundesrepublik allgemein durchgesetzt.

Auf den ersten Blick scheint sich dei Koedukation besonders fuer die Maedchen positiv ausgewirkt zu haben:die Zeugnisnoten der Maedchen sind seit Einfuehrung der Koedukation staendig besser geworden;Maedchen muessen seltener als ihre maennlichen Mitschueler wegen schlechter Leistungen eine Klasse wiederholen;unter den Abiturieten sind inzwischen 52% Maedchen.

Dabei blieb allerdings lange unbeachtet,dass es offenbar immer noch Bereiche gibt,in denen Maedchen benachteiligt sind.Diese Benachteiligung laesst sich z.B. daran ablesen,dass Maedchen unter den Siegern des bundesweiten Wettbewerbs Jungend forscht deutlich unterrepraesentiert sind.Auch wenn man die Situation an den naturwissenschaftlichen Fakultaeten der Universitaeten betrachtet,ist nicht zu uebersehen,dass Maedchen hier in den Minderheit sind.

Bildungsforscherinnen,die der Frage nachgingen,warum sich so viel weniger weibliche Studienanfaenger fuer ein naturwissenschaftliches Studium entscheiden,stiessen auf einen zunaechst ueberraschenden Befund:auffallend viele von denjenigen Studienanfaengerrinnen,die sich fuer ein mathematisches naturwissenschaftliches oder technisches Studium entschieden hatten,kamen von den wenigen noch existierenden reinen Maedchengymnasien.Diese Erkenntnis fuehrte zu ersten Zweifeln daran,ob die Koedukation tatsaechlich fuer Maedchen ein Gewinn ist.Eine Reihe von Untersuchungen hat sich seither mit dieser Frage beschaeftigt,und nicht wenige kommen zu dem Ergebnis,dass fuer Maedchen mit der Koedukation auch Nachteile verbunden sind.

Nicht nur im gemeisamen Sportunterricht verlieren die Maedchen oft den Spass und die Motivation,weil die koerperlich staerkeren und aggressiveren Jungen sie beiseite draengen.Auch im naturwissenschaftlichen Fachunterricht setzt sich die maennliche Konkurrenz offensichtlich ruecksichtslos durch,z.B. wenn die Jungen vor den Maedchen die Plaetze an den Experimentiertischen im Chemiesaal oder am Computer besetzen.Jungen neigen auch haeufiger dazu,in die Klasse zu schreisen anstatt zu warten,bis der Lehrer sie aufruft.

Die Bildungsforscherinnen stellten auch fest,dass Lehrer und Lehrerinnen auf die Buben anders reagieren als auf die Maedchen.Jungen werden oefter aufgerufen,sie ernten mehr Lob als Maedchen,aber auch mehr Tadel.Das bedeutet,dass der Lehrer sich um die Maedchen weniger kuemmern kann,sie also auch weniger foerdern kann,weil er ueberwiegend mit den Jungen beschaeftigt ist.

Die Bildungsforscherinnen kamen zu dem Schluss,dass sich in dieser Atmosphaere viele Maedchen entmutigt fuehlen.Sie sind zwar fleissig und daher gute Schuelerinnen.Andererseits entwickeln sie aber nur bescheidene Karrierewuensche und ein schwaches Durchsetzungsvermoegen.Diese alarmierenden Untersuchungsergebnisse haben dazu gefuehrt,dass wieder der traditionelle hoehere Schulunterricht diskutiert wird,in dem Maedchen und Jungen getrennt lernen.Manche Paedagogen,Eltern und Politiker fordern,zumindesten fuer einige Faecher,wie z.B. Informatik und Physik,eine Unterrichtung der Maedchen ohne dominierende maennliche Konkurrenz.
 

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